Gehörsinn

Ihre Ohren nehmen Ihre eigenen und die von anderen, vom Menschen oder Tier erzeugten Geräusche auf. Im Gegensatz zu Ihren Augen sind Ihre Ohren seitlich am Kopf positioniert. Ihre Ohren sind offen für Geräusche aus Ihrer gesamten Umgebung; es ist nicht notwendig, die Ohren direkt vor einem Schall zu positionieren. Du kannst deine Ohren nicht verschließen, so dass du während deiner ganzen Wachzeit mit der Welt des Klanges verbunden bist. Man kann nicht anders, als sie zu hören.

Zuhören – bewusstes Hören – erfordert Ruhe. Sie müssen sich selbst ruhig halten und sozusagen in den Hintergrund treten. Zuhören ist eine soziale Aktivität, die sich auf andere konzentriert, aber auch eine interne Aktivität. Wie oft hat dein Lehrer gesagt:”Setz dich still und höre genau zu”?

Die Tiere können sich zu einer Klangquelle hinbewegen. Menschen haben nicht die Fähigkeit, mit ihren Ohren zu “sehen”. Die Tiere hören gut zu, aber sie hören nicht zu, da sie nicht aus sich selbst herauskommen und schweigen können. Das Hörorgan kann in drei Teile unterteilt werden (Abbildung 3, Seite 34). Das Außenohr, bestehend aus Ohrmuschel und Gehörgang, fängt Geräusche ein. Das Trommelfell befindet sich am Ende des Gehörgangs. Das Mittelohr trägt den Klang weiter. Das Mittelohr besteht aus dem Tympanon, das wiederum die drei Gehörknöchelchenknochen (Malleus, Incus und Steigbügel) und die Eustachische Röhre enthält, die das Tympanon mit dem Hals verbindet. Die Eustachische Röhre bleibt beim Verschlucken offen, so dass auf beiden Seiten der Trommelfellmembran ein konstanter Druck aufrechterhalten wird. Die Gehörknöchelchenknochen nehmen Vibrationen in der Luft auf und leiten diese vom Trommelfell an das Innenohr weiter.

Das Ohr

Das Innenohr befindet sich im Schläfenbein und besteht aus einem Labyrinth, einer mit Flüssigkeit gefüllten Kavität, die aus dem Vestibül, der Cochlea und drei halbkreisförmigen Kanälen besteht, die zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts dienen. Die Cochlea ist das eigentliche Hörorgan, in dem die Schwingungen der Luft in Klänge zurückverwandelt werden. Man kann drei Arten von Klängen unterscheiden. Zum einen gibt es die alltäglichen Geräusche, wie das Rascheln der Blätter, das Heulen des Windes um das Haus, plätscherndes Wasser und mechanische Geräusche aller Art wie Autos, knarrende Türen und so weiter. Die zweite Klangart ist Musik, die aus Tönen und Klängen besteht. Die dritte Tonart ist die menschliche Sprache.

Sie können drei Aspekte eines jeden Sounds beobachten, unabhängig davon, um welchen Typ es sich handelt: Lautstärke, Tonhöhe und Klangfarbe. Sie können auch den Abstand zur Schallquelle beobachten, da der Schall nicht beide Ohren gleichzeitig erreicht. Das zweite Ohr hört den Klang 0,001 Sekunden später, so dass Sie abschätzen können, woher der Klang stammt. Die genaue Beurteilung von Entfernung und Richtung eines Schalls ist eine Frage der Erfahrung.

Das Hören nimmt mit zunehmendem Alter ab, aber zum Ausgleich wird uns ein sehr breites Spektrum an Hörvermögen zur Verfügung gestellt. Kinder können 11 Oktaven hören, und auch im Alter hört man noch immer 10 Oktaven.

Betrachtet man ein Objekt, so bekommt man einen Eindruck von seinem Äußeren. Einem Objekt zuzuhören gibt einen Eindruck von dem, was in ihm steckt. Oft ist es zum Beispiel schwierig, eine Glasscheibe von einer Kunststoffscheibe allein durch das Sehen zu unterscheiden. Wenn Sie jedoch auf das Fenster tippen, wird Ihnen der Ton sofort sagen, was es ist. Sie können auch hören, ob eine Platte oder eine Glocke gerissen ist, auch wenn Sie den Schaden nicht sehen können. Das Zuhören von Menschen kann auch Informationen über ihr Innenleben preisgeben. Die Leute mögen klug aussehen, aber wenn sie sich schlecht fühlen, wird es sofort an ihrer Stimme deutlich. Die Intonation eines Menschen verrät, ob er traurig, glücklich oder aufgeregt ist.

Die Resonanz von Schall durch Objekte ist immer die Summe seiner Teile, der Substanz und der Form. Um mitschwingen zu können, müssen die Objekte fest und freistehend sein. Eine freistehende Kupferglocke klingelt, aber eine auf dem Boden stehende Glocke ist wie ein weiches Stück Ton: sie macht keinen Ton. Schall gilt als ein unmenschliches (immaterielles) Phänomen.

Wir haben eine sehr gute Wahrnehmung für Musik und Klang, und wir fühlen uns mit Tönen und Melodien verbunden. Hohe Töne werden im Allgemeinen als klar, hell, scharf und deutlich wahrgenommen, während tiefe Töne als dunkel, voll, warm, groß und weniger ausgeprägt wahrgenommen werden.

Ein letzter Punkt von Interesse ist die Beziehung zwischen Sehen und Hören. Wenn man etwas anschaut, hört man es besser. Das gilt nicht nur für Sprache, sondern auch für Musik. Wenn man eine Philharmonie hören und die Oboe im Auge behalten würde, würde man dieses Instrument deutlicher hören als die anderen. Wenn du dann den Blick auf die Klarinette gerichtet hättest, würdest du es deutlicher hören und so weiter.

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